Therapeutic Drug Monitoring

Bestimmung des Tamoxifen-Spiegels mit LC-MS/MS

Die Limbach Gruppe bietet die Bestimmung von Tamoxifen und seiner aktiven Metaboliten Endoxifen und 4-Hydroxytamoxifen aus einer Messung an. Die Spiegelbestimmung mit Hilfe massenspektrometrischer Methoden erlaubt die direkte Ermittlung des Quotienten von hochwirksamen Metaboliten und wenig wirksamen Vorstufen. Das Ergebnis erlaubt eine sofortige Information über den Stoffwechselstatus der Patienten.

Die Verstoffwechselung von Tamoxifen in seine wirksamen Metaboliten erfolgt im Körper der Patienten durch körpereigene Enzyme aus der Klasse der Cytochrom-P450-Enzyme. Dieser Stoffwechselweg kann, neben der genetischen Prädisposition der Patienten, auch durch Medikamenteninteraktionen oder Interaktionen mit bestimmten Nahrungsmitteln negativ beeinflusst werden.

Insbesondere die gleichzeitige Einnahme von Antidepressiva aus der Klasse der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und Nahrungsmittelinteraktionen, wie beispielsweise die übermäßige Aufnahme von Grapefruitsaft oder Johanniskrautprodukten, können die Bildung der aktiven Metaboliten negativ beeinflussen. Der geringere Spiegel aktiver Wirksubstanzen kann zu vermindertem Therapieerfolg führen, unabhängig von der genetischen Prädisposition der Patienten, auch wenn die Medikamentendosis individuell für den Patienten richtig abgestimmt wurde.

Durch die gleichzeitige Spiegelbestimmung von Tamoxifen und den aktiven Metaboliten kann die Wirksamkeit des Medikamentes jederzeit überprüft werden. Besonders wenn eine Begleitmedikation medizinisch indiziert ist, beispielsweise eine Behandlung mit Antidepressiva oder die Behandlung von Herzrhythmusstörungen, kann durch regelmäßiges Monitoring des Tamoxifenspiegels der Therapieerfolg engmaschig überwacht werden, um bei Änderungen im Stoffwechselweg umgehend therapeutische Maßnahmen einleiten zu können.

Quellen:

  1. Girennavar B, Jayaprakasha GK, Patil BS: Potent inhibition of human cytochrome P450 3A4, 2D6, and 2C9 isoenzymes by grapefruit juice and its furocoumarins. J Food Sci. 2007 Oct; 72 (8): C417–21.
  2. Arimidex, Tamoxifen, Alone or in Combination (ATAC) Trialists' Group – Forbes JF, Cuzick J, Buzdar A et al.: Effect of anastrozole and tamoxifen as adjuvant treatment for early-stage breast cancer: 100-month analysis of the ATAC trial. Lancet Oncol. 2008 Jan; 9 (1): 45–53.
  3. www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RV_STP/s-z/tamoxifen-cyp2d6-inhibitoren.html
Brustkrebs Behandlung Tamoxifen
Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne:
Dr. Rupert Schreiner: tdm@limbachgruppe.com

Aktuelles

Infektiologische Beratung, Infektionsdiagnostik
Neue Studienergebnisse zur Antibiotikaresistenz von Harnwegs­infektionen 12.09.2018

Die Antibiotikaresistenzen bei un­kom­plizierten Harn­wegs­infektionen werden oft über­schätzt. Zu diesem Ergebnis gelangt die SARHA-Studie (Surveillance der Antibiotikaresistenz von Harn­wegs­infektionen, die Ambulant erworben wurden).

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Dickkopf 3 (DKK3) - Update 13.03.2018

Neue Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass der neue Biomarker Dickkopf 3 (DKK3) eine progrediente chronische Nierenschädigung anzeigt. Dickkopf 3 wird von gestressten Tubuluszellen in den Urin freigesetzt.

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Neue PEG-Leitlinie zur parenteralen Initialtherapie im Januar 2018 veröffentlicht 15.02.2018

Die Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG) hat vor kurzem ein Update der Leitlinie „Kalkulierte parenterale Initialtherapie bakterieller Erkrankungen bei Erwachsenen“ als S2k-Leitlinie publiziert.

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