Autoimmun-Diagnostik

THSD7A-Ak: Neuer Autoantikörper für die Diagnose der membranösen Glomerulonephritis

THSD7A-Ak wurden in der Fachliteratur kürzlich neben PLA2-R-Ak als weitere relevante Antikörper für die Differenzialdiagnostik einer primären membranösen Glomerulonephritis beschrieben. Diese sind gegen das Antigen THSD7A („thrombospondin type-1 domain-containing 7 A”) gerichtet, welches wie PLA2-R auf der Podozytenmembran exprimiert wird.

Während PLA2-R-Ak mit einer Sensitivität von 78 % und Spezifität von 99 % bei Patienten mit primärer membranöser Glomerulonephritis nachgewiesen werden können, treten THSD7A-Ak bei 2,5-5 % der Patienten auf. Meist werden THSD7A-Ak solitär, also nicht gemeinsam mit PLA2-R-Ak nachgewiesen.

Der gleichzeitige Nachweis verbessert die Differenzialdiagnostik einer primären membranösen Glomerulonephritis durch ein nicht-invasives Verfahren und unterstützt so die Entscheidung für oder gegen eine Biopsie. Von besonderer Relevanz ist darüber hinaus, dass PLA2-R-Ak und wahrscheinlich auch THSD7A-Ak Aussagen über Prognose und Verlauf erlauben.

Sowohl PLA2-R-Ak als auch THSD7A-Ak werden aus Serum bestimmt. Die Limbach Gruppe bietet die Bestimmung beider Antikörper ab sofort an.

PDF Download: Membranöse Glomerulonephritis. Autoantikörper gegen PLA2-Rezeptor und THSD7A

Quellen:

  1. Du Y, Li J, He F et al.: The Diagnosis Accuracy of PLA2R-AB in the Diagnosis of Idiopathic Membranous Nephropathy: A Meta-Analysis. PLoS ONE 2014; 9, 8, e104936: 1-7.
  2. Tomas NM et al.: Thrombospondin Type-1 Domain-Containing 7A in Idiopathic Membranous Nephropathy. N Engl J Med 2014; 371, 24: 2277-87.
  3. Larsen et al.: THSD7A staining of membranous glomerulopathy in clinical practice reveals cases with dual autoantibody positivity. Mod Pathol. 2016 Apr; 29(4): 421-6.
Positiver Immunfluoreszenznachweis (IFT) an transfizierten Zellen

Positiver Immunfluoreszenznachweis (IFT) an transfizierten Zellen (PLA2-R-Ak positiv)

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