Darmkrebs-Vorsorge

Neuregelung der Richtlinie zur Darmkrebsfrüherkennung seit dem 01.04.2017

In einem Beschluss hat der Gemeinsame Bundes­ausschuss (G-BA) festgelegt, den Guajak-basierten Test durch ein immuno­logisches Verfahren (iFOBT) abzulösen.

Mit der Aufnahme einer neuen Gebühren­ordnungs­position zum 01.04.2017 wird die zum 1. Oktober 2016 in Kraft getretene Anpassung der Krebs­früherkennungs­richtlinie umgesetzt.

Seitdem ist der quantitative Nachweis von okkultem Blut im Stuhl im Rahmen der gesetzlichen Darm­krebs­früherkennung nur noch mittels eines immunologischen Nachweis­verfahrens von Hämoglobin im Stuhl (iFOBT) im Fach­arzt­labor zu erbringen. Diese Änderung erzielt eine deutliche Qualitäts­steigerung in der nicht invasiven Darm­krebs­früherkennung.

Sensitivität des Guajak-basierten (gFOBT) und immunologischen Hämoglobin im Stuhl (iFOBT)  
Testverfahren (Sensitivität)DarmkrebsFortgeschrittenes Adenom
Guajak-basierter Test (gFOBT)33,3 %8,6 %
Hämoglobin im Stuhl (iFOBT)73,3 %25,7 %

Das Wichtigste auf einen Blick

Seit der Bekanntgabe der EBM-Abrechnungsziffer wird der G-BA-Beschluss zum iFOBT in die Praxis umgesetzt. Dieser immunologische Test auf Hämoglobin im Stuhl hat gegenüber dem alten Guajak-Test eine mehr als verdoppelte Sensitivität und Spezifität. So können beispielsweise auch schon Vorstufen eines Kolontumors (Adenome) besser erkannt werden.

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Neuregelung der Richtlinie für Darmkrebsfrüherkennung

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Darmkrebsvorsorge

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Gewinnung einer Stuhlprobe zur Darmkrebsvorsorge

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